Gerresheimer verschiebt Veröffentlichung von Jahres- und Konzernabschluss 2025 und initiiert Verkauf von Centor Inc.
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EQS-Ad-hoc: Gerresheimer AG / Schlagwort(e): Jahresabschluss / Verschiebung
der Veröffentlichung/Mergers und Acquisitions / Verkauf von
Unternehmensteilen
Gerresheimer verschiebt Veröffentlichung von Jahres- und Konzernabschluss
2025 und initiiert Verkauf von Centor Inc.
10.02.2026 / 22:28 CET/CEST
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Gerresheimer verschiebt Veröffentlichung von Jahres- und Konzernabschluss
2025 und initiiert Verkauf von Centor Inc.
Düsseldorf, 10. Februar 2026. Der Vorstand der Gerresheimer AG (ISIN:
DE000A0LD6E6, "Gerresheimer"), hat heute entschieden, die ursprünglich für
den 26. Februar 2026 geplante Veröffentlichung des Jahres- und des
Konzernabschlusses 2025 zu verschieben.
Die Gesellschaft hat aufgrund interner Hinweise in Abstimmung mit dem
Abschlussprüfer weitere Untersuchungen durch eine zweite
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur Erfassung von Umsatzerlösen und
Bilanzierung in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 beauftragt. Mit den von
ihr eingeleiteten neuen Untersuchungen will die Gesellschaft sicherstellen,
dass die Vorjahreszahlen, unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus der
Untersuchung einer unabhängigen Rechtsanwaltskanzlei im Zusammenhang mit dem
laufenden BaFin-Verfahren, umfassend korrigiert werden und der Jahres- und
der Konzernabschluss 2025 den Ansprüchen an Qualität, Konformität und
Transparenz vollumfänglich gerecht werden.
Da die Untersuchungen derzeit noch andauern, besteht ein höherer zeitlicher
Bedarf für die Erstellung und Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses
2025 einschließlich der Korrektur der Vorjahreszahlen. Ein neuer
Veröffentlichungstermin wird in Absprache mit dem Abschlussprüfer festgelegt
werden.
Nach bisherigen Erkenntnissen der von Gerresheimer eingeleiteten neuen
Untersuchungen haben einzelne Mitarbeitende gegen interne Richtlinien und
IFRS-Regelungen verstoßen. Die daraus resultierenden Korrekturen im
Konzernabschluss betreffen im Wesentlichen die Erfassung von Umsatzerlösen
und die Bilanzierung und Bewertung von Vorräten. Die Gesellschaft prüft
weiter Ursachen und Verantwortlichkeiten und hat bereits erste personelle
und organisatorische Konsequenzen gezogen.
Auf Basis der derzeitigen Erkenntnisse der laufenden Untersuchungen und der
Abschlussarbeiten geht Gerresheimer aktuell von einem zusätzlichen
Korrekturbedarf für das Geschäftsjahr 2024 aus. Dieser beträgt
voraussichtlich rund -17 Mio. Euro bei den Umsatzerlösen und voraussichtlich
rund -19 Mio. Euro beim Adjusted EBITDA, darunter rund -4 Mio. Euro
Ergebniseffekt aus der Bewertung von Vorräten. Inklusive der bereits
angekündigten Korrekturen von Umsätzen aus Bill-and-Hold-Vereinbarungen
ergibt sich damit für die Zahlen des Geschäftsjahr 2024 aktuell ein
Korrekturbedarf von voraussichtlich rund -35 Mio. Euro bei den Umsatzerlösen
und voraussichtlich rund -24 Mio. Euro beim Adjusted EBITDA. Die im Rahmen
der noch laufenden Untersuchungen identifizierten fehlerhaften Buchungen aus
dem Geschäftsjahr 2025 werden korrigiert.
Die Korrekturen haben Auswirkung auf die zuletzt im Oktober 2025
aktualisierte Prognose für das Geschäftsjahr 2025.
Nach dem derzeitigen Stand der Abschlussarbeiten und unter Berücksichtigung
der Erkenntnisse der laufenden Untersuchungen wird der Umsatzrückgang 2025
voraussichtlich am oberen Ende der Prognosespanne von -4 bis -2 % oder
geringfügig besser ausfallen. Die Adjusted EBITDA-Marge wird im
Geschäftsjahr 2025 voraussichtlich zwischen 16,5 und 17,5 % liegen (zuvor
18,5 bis 19,0 %). Das Adjusted EPS wird voraussichtlich im hohen
zweistelligen Prozentbereich zurückgehen und kann auch negativ werden
(zuvor: Rückgang im mittleren zweistelligen Prozentbereich).
Nach den bislang vorliegenden Ergebnissen der Impairment-Tests erwartet die
Gesellschaft im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2025
nicht-zahlungswirksame Wertminderungen in Höhe von rund 220 bis 240 Mio.
EUR. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Wertminderungen von
Technologie- und Entwicklungsprojekten der Sensile Medical AG, Olten,
Schweiz, sowie unter anderem um Wertminderungen der Vermögenswerte der
Gerresheimer Moulded Glass Chicago Inc., Chicago, USA. Das
Moulded-Glass-Werk in Chicago Heights wird als eine der Maßnahmen der
Transformationsinitiative zum Ende des Geschäftsjahres 2026 geschlossen.
Zur Optimierung ihrer Kapital- und Finanzierungsstruktur hat Gerresheimer
den Verkauf ihrer 100-%-Tochter Centor Inc., USA, initiiert und plant diesen
noch in diesem Jahr abzuschließen. Centor ist auf Verpackungssysteme für die
Abgabe verschreibungspflichtiger Medikamente in den USA spezialisiert.
Gerresheimer hat hierfür die Investmentbank Morgan Stanley & Co.
International plc mandatiert. Auch die Separierung des
Moulded-Glass-Geschäfts wird weiter vorangetrieben, der beabsichtigte
anschließende Verkaufsprozess wird jedoch nicht im Geschäftsjahr 2026,
sondern zu einem späteren Zeitpunkt initiiert werden.
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Gerresheimer, trotz eines
voraussichtlich schwächeren ersten Halbjahres, vor M&A-Aktivitäten
Umsatzerlöse von rund 2,3 bis 2,4 Mrd. Euro, eine Adjusted EBITDA-Marge von
rund 18 bis 19 % sowie einen moderat positiven Free Cashflow.
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Vice President Investor Relations
T +49 211 6181 220
gerresheimer.ir@gerresheimer.com
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Head of Corporate Communication
T +49 211 6181 264
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