FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Freitag vom Kursrutsch am Vortag moderat erholt. Die nach US-Börsenschluss vom iPhone-Konzern Apple <US0378331005> vorgelegten Quartalszahlen scheinen die Stimmung im Tech-Sektor zumindest nicht weiter zu trüben. Unternehmensseitig stehen Geschäftszahlen von Adidas <DE000A1EWWW0> im Blick. Am Nachmittag könnten Preisdaten aus Deutschland und den USA für Aufmerksamkeit sorgen.
Der Dax <DE0008469008> stieg zuletzt um 0,8 Prozent auf 24.514 Punkte, nachdem er tags zuvor mehr als zwei Prozent verloren hatte. Auf Wochensicht deutet sich für den deutschen Leitindex damit ein Minus von rund anderthalb Prozent an. Die Bilanz für den turbulenten Börsenmonat Januar ist nahezu ausgeglichen.
Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Börsenwerte gewann am Freitagvormittag 0,6 Prozent auf 31.422 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> ging es ebenfalls um 0,6 Prozent nach oben.
Die Aktien von Adidas <DE000A1EWWW0> schnellten an der Dax-Spitze um 6,0 Prozent hoch. Dies dürfte vor allem dem angekündigten Aktienrückkaufprogramm geschuldet sein. Der Sportartikelkonzern will ab Anfang Februar für bis zu eine Milliarde Euro eigene Anteilscheine erwerben. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Adidas so viel Umsatz wie nie zuvor. Mit der Margenentwicklung im hätten die Herzogenauracher die Erwartungen übertroffen, hieß es aus dem Handel.
Der Softwarespezialist Atoss <DE0005104400> steigerte den Umsatz 2025 um 11 Prozent und lag damit im Rahmen der Erwartungen von Analysten. Unter dem Strich kletterte das Nettoergebnis um 6 Prozent, was die Markterwartungen übertraf. Die Anteilseigner sollen nun eine um 15 Cent auf 2,28 Euro erhöhte Dividende je Aktie erhalten. Die Atoss-Papiere verteuerten sich um 0,6 Prozent.
Die Papiere von Nordex <DE000A0D6554> fielen nach Spekulationen um eine Aktienplatzierung um 1,2 Prozent auf 33,38 Euro, nachdem sie am Donnerstag ein Rekordhoch markiert hatten. Kreisen zufolge verkauft die Beteiligungsgesellschaft Skion der BMW-Großaktionärin <DE0005190003> Susanne Klatten sieben Millionen Nordex-Anteile. Der Platzierungspreis dürfte bei 32,15 Euro liegen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf ihr vorliegende Unterlagen. Die Platzierung signalisiere eine solide Nachfrage, urteilte ein Händler. Der Überhang sei beseitigt, daher könne die Kursschwäche zum Kauf genutzt werden, empfahl er.
Für die Titel von Fraport <DE0005773303> ging es auf den höchsten Stand seit November und zuletzt um 2,9 Prozent aufwärts. Das Analysehaus Jefferies hatte die Anteilsscheine des Flughafenbetreibers von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 72 auf 100 Euro erhöht. Analystin Priyal Woolf erwartet 2026 im Flugverkehr ein starkes Jahr mit höheren Kapazitäten der Airlines.
Angetrieben von einer Kaufempfehlung liefen die Aktien von Jenoptik <DE000A2NB601> an ihren vor zwei Tagen erreichten höchsten Stand seit Oktober 2024 heran und notierten zuletzt 6,6 Prozent im Plus. Die Deutsche Bank hatte ihr Votum von "Hold" auf "Buy" geändert und das Kursziel von 22 auf 28 Euro angehoben. Analyst Michael Kuhn setzt auf den Führungswechsel beim Hightech-Unternehmen und die besseren Aussichten im Halbleiter-Kerngeschäft./edh/jha/