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07.10.2026 | 12:11:43 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Umfrage: Mehrheit hält Merz' Kanzlerschaft für gescheitert

BERLIN (dpa-AFX) - Die Mehrheit der Deutschen ist einer Umfrage zufolge tief enttäuscht von Friedrich Merz als Bundeskanzler. 48 Prozent stimmten der Aussage "Die Kanzlerschaft von Friedrich Merz ist gescheitert" voll und ganz zu, weitere 19 Prozent stimmten der Aussage eher zu, wie aus einer Umfrage des Instituts Ipsos im Auftrag des "Spiegel" hervorgeht.

In den ostdeutschen Bundesländern fällt das Urteil härter aus: Dort stimmten 80 Prozent der Befragten der Aussage voll oder eher zu. In den westdeutschen Bundesländern ist die Zustimmung zu dieser Aussage den Angaben zufolge mit 64 Prozent etwas geringer.

Für die nach eigenen Angaben repräsentative Umfrage im Auftrag des "Spiegel" hatte Ipsos zwischen dem 30. September und dem 4. Oktober rund 2002 Menschen in Deutschland online befragt.

Uneins, wer Merz nachfolgen soll

Einen klaren Nachfolger für Merz in der Union hatten die Befragten allerdings nicht im Blick. Auf die Frage, wer ein besserer Bundeskanzler wäre - zur Wahl gestellt wurden CSU-Chef Markus Söder, Innenminister Alexander Dobrindt oder NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst - votierten 43 Prozent für: keiner der genannten. Knapp 14 Prozent gaben "weiß nicht" an. Unter den Genannten schnitt Söder mit 20 Prozent noch am besten ab. 16 Prozent würden Wüst bevorzugen, nur 5 Prozent stimmten für Dobrindt.

Auch mit der Koalition aus Union und SPD sind die Bürgerinnen und Bürger unzufrieden. In einer Umfrage von YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 77 Prozent, dass die schwarz-rote Koalition eher schlecht oder sogar sehr schlecht zusammenarbeitet. Nur zwölf Prozent sahen eine gute oder sehr gute Zusammenarbeit. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) glaubt außerdem nicht, dass die schwarz-rote Koalition bis zur nächsten Bundestagswahl im Jahr 2029 halten wird. 23 Prozent glauben, dass sie bis dahin bestehen bleibt, weitere 23 Prozent machen keine Angabe.

Für diese beiden Fragen wurden 3.525 Personen in Deutschland ab 18 Jahren am 6. Oktober 2026 befragt. Die Ergebnisse sind nach Angaben des Instituts repräsentativ für die Bevölkerung./rew/DP/stk

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